In den letzten Wochen habe ich durch meine Agentur einige Fotojobs bei diversen TVshows bekommen, wie „Deutschland sucht den Superstar“, „Germany’s next Topmodel“ und jetzt am Freitag geht es zu „RTL Lets Dance“ für mich. Vom Herzen her bin ich aber Rock’n’Roller und auch privat gucke ich kein TraschTV, trotzdem finde ich das Thema gerade sehr spannend. Anfangs dachte ich, fotografisch ist das ähnlich wie bei einem Konzert. Ist es aber doch nicht, so muss ich mich auf vieles neu einstellen.

Es fängt damit an das alles zwar perfekt ausgeleucht ist, aber das Licht allgemein dunkler ist. Kein Wunder, sonst müssten die Kameraleute ihre Fernsehkarmeras wahrscheinlich mit Graufiltern ausstatten. Die Kameras werden oft so eingestellt, das man eine Belichtungszeit von 1/50sec bzw. 1/60sec hat, man muss bedenken das oft 30 frames gefilmt wird  (es werden 30 Bilder die sec. gemacht). 25fs-30fs ist ideal für das menschliche Auge. Dazu kommt, das mit offener Blende gefilmt wird, damit der Hintergrund unscharf ist. Die einfachste Möglich ist für die Fernsehleute  dann halt weniger Licht. Für mich heisst es als ersten Schritt dann ISO rauf, da ich mit ca. 1/250sec fotografiere.

Das nächste ist, das man als Fotograf doch sehr weit vom Geschehen weg sitzt. Man braucht also auch eine lange Brennweite. Ich nutze neben meinem Canon 70-200 2.8 noch mein neues Sigma 150 – 600, was zusammen mit einem Einbeinstativ sehr gut funktioniert. 

Worauf man sich ebenfalls einstellen muss ist, dass die Künstler und Moderatoren natürlich nicht in meine Kamera schauen, sondern in die Fernsehkameras.

Was man auch nicht unterschätzen sollte ist, man sitzt stundenlang an einem Fleck, kann nicht groß aufstehen und man sollte auch vorher auf die Toilette gehen und Sitzfleisch haben. Und aus Platzgründen kann man keinen Fotorucksack mit in die Show nehmen, man muss also alles bei sich tragen.

Anstrengender als bei einem Konzert ist es auch, wo ja normal nach 3 Songs Schluss ist. Du verfolgst z.B. 4 Stunden bei DSDS durch den Sucher das Geschehen. Auch nicht zu unerschätzen sind hinterher die fotografierten Bilder zu sichten, sortieren und zu beschriften, das sind einige mehr als bei einem Konzert.

Fazit ist aber für mich, dass mir das auch Spass macht, ich mich aber noch langsam rantasten muss und noch ein anderes Gefühl für die Fotos bekommen muss als bei Konzerten. Es bleibt also spannend für mich. Ich werde  bestimmt in meinem Blog noch das eine oder andere dazu schreiben. Habt Ihr auch schon Erfahrungen gesammelt bei TVshows? Freue mich auf Eure Kommentare.

Hier mal ein paar Bilder von meiner letzten TVshow „Germany’s next Topmodel“.

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